(Ja Papa ich weiss, der Titel, Komentare kannst dir sparen!!! ;) )
So jetzt zum eigentlichen Blog. Nach dem gemuetlichen Tag in Tatopani, noch ein langer Abend mit zwei lustigen Italienern. Die geben immer Schmutz in ihre Zigaretten, die hier auf 1000m auch schon wieder viel schneller abbrennen als 3000m hoeher.
Trotz des langen Beisammensitzens, schaffen wir es am naechsten Tag puenktlich aus den Federn zu kommen und machen uns erstmal ohne Fruehstueck auf den Weg nach Gorepani. Ca. um halb 9, eine Stunde und einige Hoehenmeter nach unserem Start, fuellen wir uns erst mal den Magen mit scharfer Nudelsuppe - das gibt Kraft. Weiter gehts staetig bergann, manchmal seichter, manchmal ganz schoen steil, aber Mittlerweile sind wir die Ruecksaecke ja gewoehnt. Morgens noch wolkenloses Wetter, und wir koennen die Anapurna South ziemlich gut sehen, das geht aber nur bis ca. Mittags, dann gibts vermehrt Wolken, vorallem haengen sie in den Bergen und die Gipfel verschwinden. Das Tal ist eigentlich wunderschoen, langsam wirds von tropisch wieder zu eher subtropisch, die feinen Nuancen sind erst nach ca. 2 Wochen, die man in dieser Gegend unterwegs ist deutlich wahrnehmbar. Wir ueberholen leichten Fusses ;) die zwei Althippies von Vorgestern, die sich sehr langsam, aber staetig hinaufarbeiten. Bei der Mittagsrast, werden wir endlich wieder Mal einige Luftballoons los, die nicht nur fuer Freuden, sondern auch fuer so manche Traene und so manches Geschrei sorgen. (boeser grosser Bruder). Der Familienvater nimmts gelassen und freut sich ueber Gaeste. Um ca. 16:00 erreichen wir endlich Gorepani, keine Ahnung wieviele Stufen wir unter uns gelassen haben. Wir lodgen in der heimilgen Hungry High Lodge, Zimmer genau ueber dem gusseisernen Ofen, mit Waermezufuhr durch das Ofenrohr inklusive.
Am naechsten Tag, heissts wieder mal auf um 4:00 Uhr. Auch diesmal eigentlich kein Problem. Beim Aufstieg mit den Stirnlampen werden wieder Horden an Touristen ueberholt. Wir sind die ersten am Gipfel, bereits um 5:00 treffen wir ein. DAs bedeutet aber nicht, dass das auch so bleibt. Eine halbe Stunde spaeter gibts eher Garand Canyon Sonnenaufgang Feeling. Naja, wir finden einen etwas abgelegen Platz zwischen einer Menge Gebetsfahnen, hier laessts sichs aushalten. Das was sich uns jetzt bietet, entschaedigt sowieso fuer die Massen, ausserdem, wenn man nur in eine Richtung schaut und sich ganz fest konzentriert kommt man sich fast schon alleine vor. Die Gipfel des Dhaulagiri werden langsam in Sonnenlicht getaucht, waehrend sich am Annapurna die Sonnenstrahlen im aufgewirbelten Schnee fangen.Kurz, Atemberaubend, auch wenn uns das geniesen mit athritisartig geschwollenen Zeigefingergelenken etwas schwerer faellt als dem Durchschnitsivan. (Ausbeute: insgesamt ca. 400 Fotos.) Und das wird nicht besser, als wir beim Abstieg den wirklich magischen Platz (fuers naechste Mal schon abgespeichert!!!) finden. Glech ein paar Meter ab vom Hauptpfad sitzt man zwischen bluehenden Rododendrenbaeumen und hat sonst die selbe Sicht wie 100m hoeher zwischen Menschenleibern. Also nochmal WUNDERSCHOEN, mit ganz vielen !!!!!!!!!!!!!!!!!! Der restliche Tag wird mit Faulenzen zugebracht.
Als alle anderen an diesem Tag (Donnerstag) aufstehen, um das Wettrennen auf den Poon Hill zu beginnen, versuchen wir uns noch etwas auszupennen, was bei dem Getrampel, Geschrei und den duennen Waenden etwas schwierig ist. Nach einem kraeftigen Poridge-Fruehstueck gehts dann Abwaerts. Eigentlich sind die insgesamt 1950 hm gar nicht so schlimm, nur die endlos langen und steilen Stufen von Ulleri hinunter verlangen den Schenkeln einiges ab. Um 14:45 erreichen wir dann unseren Endpunkt, Naya Pul. Alles in Allem, sind wir jetzt 17 Tage am Trek unterwegs gewesen, es war echt phantastisch, trotzdem sind wir froh, nicht mehr jeden tag mit ca. 14 - 15 kg am Buckel marschieren zu muessen. Im local Bus gehts eher holprig und langsam nach Pokhara. Dort steigen wir im little Tibetan, einem schoenen Hotel mit Garten ab. Der Lakeside Choke ist voller Einheimischer, Trekker und Hippies (oder solchen, die tun als ob :) ). Hier treffen wir ueberraschend den Schweizer Yves und seine Freundin, die dann nach Tatopani doch noch ueber den Poon Hill gegangen sind. Ca. 200m weiter treffen wir dann auch noch unsere deutschen Freunde wieder. Schoen langsam, wirds ja zur lieben Gewohnheit, "alte" Bekannte wiederzutreffen. Hier bestaetigt sich dann unsere Entscheidung von Gorepani gleich nach Pokhara zu duesen, denn am Samstag gehts dann recht guenstig (Beni hat als Halblocal gute Conections) nach Chitwan - einen kleinen Dschungelnationalpark.
Heute wird erst mal der Barbier aufgesucht. Runter mit dem Trekkerbart und Ueberhaupt ein einstuendiges Programm mit Haarschnitt, Gesichts- und Nackenmassage und weil wir heute die Spendierhosen anhaben, goennen wir uns noch eine halbstuendige Rueckenmassage. Zwei foellig veraenderte Gesichter starren uns aus dem Spiegel erstaunt entgegen :). Mit den Deutschen wird der See gleich unterhalb von Pokhara mit dem Boot erkundet. Zu Mittag stehen wir dann auf einer grossen Gompa auf der anderen seite des Sees und geniessen die Aussicht ueber Pokhara. Nachmittags besichtigen wir dann noch zu zweit das International Mountain Museum - echt genial, wenn man an Bergsteigen interessiert ist. (Auch manchmal lustig, da aus Geldmangel grandios improvisiert wird. Nur soviel dazu: Bilder der Berge aus Google-Earth, ein Yeti aus Wischmobs und ein ausgestopfter Truthahn, der daliegt wie gerade erst erlegt.) Uebrigens, 4 der 14 Achttausender sind von Oesterreichern erstbestiegen worden, also quasi von uns beiden (Nationalstolz bricht doch hin und wieder durch - uebel ist das!! :) ).
Meldung wahrscheinlich erst nach Chitwan, wenn wir uns dann von den Deutschen das andere Kathmandu zeigen lassen - wir sind echt schon gespannt!!!!
Liebe Gruesse und bis bald,
J & D