Samstag, 14. April 2012

Kagbeni und an Jomsom vorbei

In der Frueh entscheiden wir uns noch einen Tag hier zu bleiben und uns die Gegend ein bisschen genauer anzusehen. Gemeinsam mit den Deutschen erklimmen wir, auf Anraten des Lodgebesitzers einen Aussichtsberg gegenueber des Dorfes. Hinauf gehts um die 700 hm. Die ersten Meter gehts etwas muehsam ueber broeckelige Schrofen, dann auf einem angenehmen Pfad hinauf zu einem anscheinend mit unendlicher Muehsal errichtetem Haeuschen. Von hier blickt man auf Daulhagiri, Nilgiri, den Thorong La und bis nach Upper Mustang oder sogar Tibet. Nun fuerchten wir uns vor dem muehsamen Abstieg - eine halbe Stunde spaeter stehen wir mit Freudentraenen in den Augen am Ausgangspunkt und wissen: Die beste Schotterabfahrt unseres bisherigen Lebens!! Nach einem koestlichen chokolate cake und Kaffee gehts zum bisher verbotenen Dorf Tiri in bereits Upper Mustang. Der Wind setzt uns zu und wir finden uns bald in einem gemuetlichen Teahouse wieder, wo wir mit einem Nepalesen, der 19 jahre in Japan gearbeitet hat plaudern. Es stellt sich hier zum wiederholten Mal als sehr angenehm herraus mit zwei Nepali-sprechenden Leuten unterwegs zu sein, die auch die Kultur schon ganz gut kennen.

Am naechsten Morgen frueh raus. Wir gehen ueber Lubra nach Jomsom. Der Sidetrack ist angenehm, weil hier keine Jeeps fahren. Das Doerfchen Lubra selbst ist sehr idyllisch und eine Frau serviert uns Tee auf ihrem Hausdach (alte Frau geht vorbei und ruft hinein: Da sitzen Leute auf deinem Dach - Nepali uebersetzt von Beni) Der weitere Weg nach Jomsom wird sehr unagenehm da uns jetzt der Wind mit ca. 80 km/h den Sand um die Ohren fetzt. In Jomsom angekommen wechseln wir Geld und schauen das wir noch nach Marpha kommen, bevor uns das donnernde blitzende Unwetter erreicht. Es wir knapp, aber kurz bevor es so richtig anfaengt zu schuetten sind wir in der Apfelstadt angekommen. In der Lodge, in der wir unterkommen werden Aepfel getrocknet, es wird Apfelsaft -wein, als auch Apfelbrandy hergestellt. Der Brandy schmeckt auch selbstgebraut - ungefaehr wie von euch Andi und Bernhard (man kann den Apfel erahnen ;) ).

Es geht wieder frueh auf und weiter mit den Deutschen in Richtung Tatopani. Die Landschaft geht wieder ins alpin-gemaessigte ueber. Auch heute wieder nicht auf der Strasse sonder auf der anderen Uferseite unterwegs. In einem kleinen Dorf gibt es hausgekochtes Dal Bhat in einer sehr urigen Atmosphaere (Handwaschen, Handessen, nur Dal und Reis und Nachschlag bis wir nicht mehr koennen.) Wir gehen bis der Regen wieder einsetzt, suchen uns eine Lodge, verabschieden uns von den Deutschen (wirklich nette Reisebegleiter bis hier - vielleicht trifft man sich in Pokhara wieder), die es eiliger haben nach Pokhara zu kommen als wir.

Wie man schon erahnt ist das Wetter nicht so toll, wie vor dem Pass, dafuer schneit es weit herunter. Wir hoffen auf weisse Berge in den naechsten Tagen.

Namaste, D & J



 

4 Kommentare:

  1. Na, das klingt ja alles recht entspannt und relaxed. Es freut uns, dass ihr die Tage so richtig genießen könnt. Viel wird über das Futtern geschrieben, dürfte also auch passen.
    Nur muss ich leider an dieser Stelle die Gelegenheit ergreifen und mir diesen rüden Umgangston unsere brilliante Apfelauslese in destillierter Form betreffend verbitten. Ich kann diesen herablassenden Worten nichts abgewinnen und werde beim nächsten Besuch die Konsequenzen ziehen müssen. D.h. Hofer-Obstler statt Edelweinbrand aus Österreich bzw. Johnny Walker (das ganz Arge) statt Malzwhisky.
    In diesem Sinne noch viele angenehme (hochprozentige) Erlebnisse!
    Andi K.

    PS: Morgen feiern wir den geburtstag von Elias bei Kaffee und viel guten Kuchen! (nur zur Motivation!)

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  2. lieber david und jakob! L hat auch tränen in den augen, wenn sie an die schotterrutsche denkt, aber weniger wegen der freude daran (david, remember gesäuse!). euer tempo dürfte jetzt grad richtig sein, weiter zwischen den gewittern, den rest relaxen bei tee und quatschen, voll richtig so. aufgrund der kommentare muss ich mir mal den offenbar berüchtigten apfelschnaps aus h-stein reinziehen, und dann vielleicht mit jonny walker nachspülen :-)...
    hope we hear soon! A+L

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  3. ...sind nach wie vor live dabei. verbringen viel zeit im hinterzimmer des oertlichen supermarktes, um mails zu checken und vor allem eure berichte zu lesen, die sich langsam zu einem reisebricht ausweiten, der auch uns vor neid und wehmut die traenen in die augen treibt. was? die schotterabfahrt war besser, als die vom grossofen - echt?! dann muss sie wirklich grossartig gewesen sein. was das urteil ueber gebranntes obst angeht, nehme ich das gelassen hin, als etwas selbstueberschaetzte meinungsaeusserung, der ein gewisses postpupertaeres streben anhaftet, die in alkoholischer hinsicht praktisch unerreichbar ueberlegenen vaeter...irgendwie abzuwerten - oder so. jedenfalls prost!!
    liebe gruesse aus teneriffa,
    heute abend gehts auf die teide schutzhuette und in der frueh auf den gipfel,
    t und b

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  4. hello, ihr beiden! vor drei tagen hat es bei uns im waldviertel auch wieder geschneit. da tröstet nur der nahende sommer. ich putze schon mal die griffe diverser kletterrouten für eure rückkehr. momentan halt nur bis zur wachau, weil unsere berge zur zeit auch noch schön weiß sind. dafür dürften vielleicht bei den hochtouren heuer bessere bedingungen bevorstehen.
    lg
    mike

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